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Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat sich auf den Weg zum Energiewende-Land gemacht. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet stellt der Energie- und CO2-Bericht dar. Er dient als Bestandsanalyse, auf der aufbauend Maßnahmen ergriffen werden können, um Entwicklungspotenziale auszubauen. Nun liegt der Energie- und CO2-Bericht 2015 – 2016 vor. Er gilt für die Berichtsjahre 2013 und 2014.

In dem Bericht kommen die Verfasser zu dem Ergebnis, dass die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranschreitet. Demnach nimmt der Anteil der Erneuerbaren Energien im Land kontinuierlich zu. So deckt Mecklenburg-Vorpommern laut dem neuen Energie- und CO2-Bericht inzwischen einen großen Anteil seines Energieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien. Der verbrauchte Strom ist rein rechnerisch bereits vollständig erneuerbar und klimaneutral.

Zugleich schaffen die Erneuerbaren Energien Arbeit. Zwischen 14.000 und 15.000 Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern seien in den vergangenen Jahren in dieser Branche entstanden. Damit würden 23 Beschäftigte im Bereich der Produktion und Dienstleistungen rund um die Erneuerbaren Energien auf 1.000 Beschäftigte entfallen. Dies ist Platz 2 im bundesweiten Ranking der Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den Arbeitsmarkt. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 10 Beschäftigten auf 1.000 Arbeitsplätze

Deutlich gestiegen ist der Primärenergieverbrauch. Dieser beschreibt in Summe die Energiemenge, die allen genutzten natürlichen Quellen entnommen wird - wie z.B. Kohle, Gas und Öl oder auch Sonne, Wind und andere regenerative Energien. Durch technische Umwandlungsschritte werden aus der Primärenergie die sogenannten Sekundärenergieträger wie beispielsweise Strom, Heizöl, Brennholz oder Diesel gewonnen. Im Vergleich zum Vorgängerbericht konnte somit in Mecklenburg-Vorpommern die Energieerzeugung insgesamt gesteigert werden. Dies liegt am Zubau von Erzeugungsanlagen.

Erheblich gestiegen ist dabei die Nutzung Erneuerbarer zur Stromerzeugung: Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien hat sich in den letzten 10 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern versechsfacht. Derzeit stammen ca. 65 Prozent des erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien. Über 55 Prozent dieses Stroms stammen aus Windenergie.

Der Energieverbrauch der Verbraucher (Endverbrauch) im Land hat sich gegenüber den Vorjahren jedoch kaum verändert. Zwar gibt es eine Zunahme des Verbrauchs in der Industrie infolge des Wirtschaftswachstums. Diese wird aber durch eine höhere Energieeffizienz, insbesondere im Gebäudebereich, kompensiert. Da sich der Energieverbrauch kaum verändert hat, kommt die wachsende Stromerzeugung dem Energieexport zugute.

Leicht gesunken sind die CO2-Emissionen. So wird der Zuwachs bei der Industrie durch die sinkenden Emissionen durch mehr Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Energien mehr als kompensiert. Ohne die Nutzung Erneuerbarer Energien wären die CO2-Emissionen des Landes deutlich höher. Würden die aus Erneuerbaren gelieferten Energiemengen fossil erzeugt, wären die CO2-Emissionen des Landes etwa anderthalb mal so hoch.

Neben der Energieerzeugung und dem Ausstoß von CO2 beschäftigt sich der Bericht auch mit Unternehmen, die in der Energieversorgung tätig sind (Stadtwerke, Netzbetreiber). Diese seien etabliert und würden sich zunehmend erneuerbaren/innovativen Projekten zuwenden. Die Beschäftigtenzahlen seien stabil mit 2.500 bis 3.000 Beschäftigten.

In der Energieerzeugung tätige Unternehmen bilden eine sich dynamisch verändernde Unternehmenslandschaft aus ca. 300 oft kleinen Unternehmen. Darüber hinaus existieren ca. 600 Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen verschiedener Größe. Die Beschäftigtenzahl in der Branche insgesamt liegt laut Bericht zwischen 14.000 und 15.000.

Energieminister Christian Pegel: „Die Ergebnisse des neuen Energie- und CO2-Berichtes zeigen, dass die Erneuerbaren Energien mittlerweile ein fester Bestandteil in der Energielandschaft Mecklenburg-Vorpommerns sind. Durch den Einsatz der Erneuerbaren können diese ihre positiven Eigenschaften entfalten, so bei der Einsparung klimaschädlicher Treibhausgase in der Energieerzeugung und –nutzung. Auch hat sich mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig rund um die Erneuerbaren Energien gebildet und etabliert, der für gute Beschäftigung und Einkommen sorgt. Ich hoffe auf eine weitere positive Umsetzung der Energiewende in unserem Land mit all ihren Chancen.“

In der Zukunft seien deshalb weitere Anstrengungen nötig, wie weitergehende Verbesserungen der Energieeffizienz in der Industrie, den Haushalten und bei den Kleinverbrauchern. Darüber hinaus brauche es weitere Fortschritte im Wärmebereich, durch eine bessere Nutzung von Biomasse, Solar-, Erd- und Umweltwärme. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im Sinne der Erhaltung unseres Lebensraumes und mit Blick auf eine weitere gute wirtschaftliche Entwicklung in dem Bereich zu guten Lösungen kommen werden“, so Christian Pegel abschließend.

Der Energie- und CO2-Bericht 2015 – 2016 kann in Kürze auf der Homepage des Energieministeriums unter Publikationen heruntergeladen werden.

Quelle   regierung-mv.de