Regionales

Kommende Veranstaltungen

Kein Event
Kohlekraftwerk Wedel

Steht seit 1954 an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein: das Kohlekraftwerk Wedel – eine Dreckschleuder, die eigentlich schon längst vom Netz sein sollte.

Hamburg plant den Kohleausstieg! Energiesenator Jens Kerstan (Grüne) will bis 2025 den fossilen Brennstoff aus dem Fernwärmenetz verbannen – und künftig vor allem auf erneuerbare Energien setzen.

„Wir wollen bei der Wärmewende ernst machen“, sagt Kerstan. Aktuell stammen rund 60 Prozent der Hamburger Fernwärme aus klimaschädlicher Kohle. Rund 970.000 Tonnen CO2 werden dabei jährlich in die Atmosphäre gepustet.

In den kommenden acht Jahren soll sich das ändern. Die CO2-Emission soll auf 370.000 Tonnen reduziert werden – weil 74 Prozent der Hamburger Fernwärme von Erneuerbaren Energien stammen sollen. „Im erste Schritt wird dazu das alte Kohlekraftwerk in Wedel stillgelegt“, so Kerstan. Das soll nach der Heizperiode 2021/2022 geschehen.

Das Kraftwerk in Tiefstack soll zudem ab 2025 von Kohle auf Gas umgerüstet werden. Außerdem soll ab 2020 industrielle Abwärme aus der Aurubis-Kupferhütte ins Wärmenetz fließen. „Ein vollständiger Abschied von der Kohle wäre ein gewaltiger Fortschritt für den Klimaschutz in Hamburg“, so Kerstan. Um Wedel künftig zu ersetzen will die Stadt künftig auf industrielle Abwärme, Müllverbrennung sowie Wärmepumpe und Wärmespeicher setzen.

Laut Kerstan hat diese Idee der Wärmewende eine „hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit“. Die Idee muss aber beispielsweise aber noch vom Senat abgenommen werden. Außerdem setzt es den vollständigen Rückkauf des Fernwärme-Netzes von Vattenfall voraus. Dazu hat sich die Stadt jedoch durch einen Volksentscheid verpflichtet.