empfohlene Sendungen

Kommende Veranstaltungen

Zur Zeit sind keine Veranstaltungen verfügbar

Während Tierrechtler die konsequente Abschaffung der Jagd auf Wildtiere fordern, drängen - meist junge - Jäger immer selbstbewusster an die Öffentlichkeit.

Junge Jäger 3.0 - Zwischen Jagdfieber und Verantwortung

In den sozialen Medien posten sie Fotos von sich und ihrer Beute, berichten über ihre Jagderlebnisse oder präsentieren selbst gedrehte Videos des Jagdgeschehens. Zeugt dies vom "Spaß am Töten" oder vom verantwortungsvollen Handeln?

Sinnloses Töten oder Artenschutz?

Zumindest Tierrechtler finden darauf eine klare Antwort: Die Jagd gehöre abgeschafft, denn sie sei sinnlos und befriedige nur die Lust am Töten. Vor allem die Jagd auf Füchse, bei der das Tier zunächst in eine Falle gelockt würde, um dann erschossen zu werden, sei überaus grausam.

Im Jagdjahr 2018/19 erlegten Jäger in Deutschland über vier Millionen Tiere. Die Jagdstrecke wird angeführt von Reh- und Schwarzwild, gefolgt von mehr als 420.000 Füchsen. Die Jagd auf Füchse und andere Raubsäuger wie etwa Waschbär oder Marderhund leiste, so die Jäger, einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Denn Raubsäuger seien sehr anpassungsfähig und drängen in die ohnehin selten gewordenen Lebensräume von Bodenbrütern und Hasen ein und dezimierten deren Bestand massiv.

Die Felle der getöteten Säugetiere landen in der Regel im Müll. Dies soll sich mit dem Projekt "Fellwechsel" des Deutschen Jagdverbandes und des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg ändern: Das getötete Tier soll so weit als möglich verwertet, sein Fell mit einer ID-Nummer versehen, zum Beispiel von einem Kürschner zum Kleidungsstück oder Accessoire weiterverarbeitet werden.

Tierrechtler kritisieren das Projekt als den Versuch, die Jagd über die Verwertung des Tieres zu rechtfertigen. Darüber hinaus befürchten sie, dass "Fellwechsel" Pelze wieder salonfähig macht und den Bedarf an Fellen steigern wird.

"planet e." begleitet Jäger, Kürschner und Gegner der Jagd und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Positionen darzustellen.

 

Beitragslänge: 28 min
Datum: 18.10.2020
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 17.10.2021
Produktionsland und -jahr: Deutschland 2020