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Immer mehr Deutsche kühlen ihre Wohnräume mit stromfressenden Geräten. Und das hat Folgen: Denn der Kälte-Boom heizt die Erderwärmung weiter an.

Klimakiller Klimaanlage

Das Öko-Institut schätzt den jährlichen Zuwachs bei den Klimageräten auf bis zu 20 Prozent. Das bedeutet: Auch der Energiekonsum wächst und damit der Ausstoß von Treibhausgasen. Ein Extra-Klimakiller sind dabei die verwendeten Kältemittel. Sie sind rund 2000-mal schädlicher als CO2.

Die Klimaanlagen-Monteure können sich - trotz Corona-Krise - vor Anfragen nicht mehr retten. Seit dem Hitzesommer 2018 bauen sie Geräte im Akkord ein. Kunden müssen schon mal zehn oder mehr Wochen warten, bis die heiß ersehnte Kühlanlage kommt und schweißtreibende Sommernächte endlich der Vergangenheit angehören.

Noch liegen die Deutschen dabei in der Klimaanlagen-Statistik weit hinter den USA, Israel oder Japan. Vor allem in den boomenden Ländern Asiens wächst die Nachfrage weit stärker als in Europa. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet damit, dass sich die Zahl der Klimaanlagen rund um den Globus in den kommenden 30 Jahren verdreifachen wird – auf 5,6 Milliarden. Schon jetzt haben die kühlenden Geräte einen Anteil von rund zehn Prozent am globalen Stromverbrauch.

Beitragslänge: 28 min
Datum: 26.07.2020
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 26.07.2021
Produktionsland und -jahr: Deutschland 2020