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Das Montreal-Protokoll von 1987 wurde zum ersten Abkommen, in dem eine globale Umweltbelastung weltweit reduziert wurde: Damals ging es um den Abbau der Ozonschicht. Kann das Projekt ein Vorbild sein für den Kampf gegen den Klimawandel?

Wie heute der Klimawandel bedrohte vor 30 Jahre schon einmal ein globales Umweltproblem unseren Planeten. Wissenschaftler wiesen nach, dass die vor allem in Spraydosen enthaltenen Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, kurz FCKW, zum Abbau der Ozonschicht führten. Über der Antarktis bildete sich in jedem Winter bereits ein regelrechtes Loch in der Atmosphärenschicht, die in etwa 15 Kilometern Höhe die schädliche UV Strahlung aus dem Sonnenlicht filtert. Wissenschaftler schlugen Alarm – sie befürchteten Millionen zusätzlicher Hautkrebsfälle und unabsehbare Folgen für die Landwirtschaft.

Ein globales Projekt

"Mission Ozonloch" zeichnet nach, wie engagierte Wissenschaftler und Politiker es schafften, mehr als 30 Staaten an einen Tisch zu bringen, um die Produktion der FCKW weltweit zu stoppen. Das Montreal-Protokoll von 1987 wurde zum ersten Abkommen, in dem eine globale Umweltbelastung weltweit reduziert wurde. Mehr noch: Die reichen Länder erklärten sich sogar bereit, die Länder dabei zu unterstützen, die sich einen Verzicht nicht leisten konnten. Die wichtigsten Impulsgeber dafür waren neben Wissenschaftlern wie Mario Molina, Sherwood Rowling oder James Lovelock zwei Politiker, die nicht unbedingt als Umweltschützer in die Geschichtsbücher eingegangen sind: Ronald Reagan und Margaret Thatcher.

Als Folge des FCKW-Stopps hat sich die Ozonschicht seither deutlich erholt. Kann das, was beim Ozonloch gelang, ein Vorbild sein für den Kampf gegen den Klimawandel? Denn auch bei der notwendigen Reduzierung der Treibhausgase kann nur ein globaler Ansatz Erfolg haben.

Ein Film von Jamie Lochhead

Sendezeit

03.12.18 | 44:15 Min. | Verfügbar bis 10.12.2018