empfohlene Sendungen

Kommende Veranstaltungen

Der Kampf gegen den KlimawandelNach dem heißen Endlos-Sommer 2018 sind viele in Sorge: Ist der Klimawandel noch aufzuhalten? Welchen Beitrag muss jetzt die Politik leisten, und was kann jeder Einzelne tun, um das Klima zu schützen?

100 Haushalte machen 2018 ein spannendes Experiment: Sie versuchen ein Jahr lang, den CO2-Ausstoß massiv zu reduzieren. Parallel arbeiten Forscher an der Frage, was Politik und Gesellschaft tun müssen, damit die Anstrengungen Einzelner nicht wirkungslos bleiben.

Wieder ein sogenannter Jahrhundert-Sommer: Gerade haben wir es erlebt – Hitze und Trockenheit hatten Deutschland über Monate fest im Griff. Ein Zeichen dafür, dass der Klimawandel stattfindet – und auch für uns spürbare Folgen hat. Viele fragen, was sie ganz persönlich dazu beitragen können, damit die Klimaveränderungen nicht so dramatisch ausfallen wie befürchtet. Und ob ein kleiner Beitrag überhaupt zählt – angesichts des gewaltigen CO2-Ausstoßes der Industrie. 

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat hierzu 2018 ein spannendes Projekt gestartet: "Klimaneutral leben in Berlin". 100 Haushalte nehmen über ein ganzes Jahr an einem "Real-Labor" teil. Sie stellen ihr Leben um und bekommen über eine App Feedback über ihren CO2-Fußabdruck. Beraten und begleitet werden sie vom Soziologen Fritz Reusswig, der weltweit für sein Projekt wirbt. Denn letztlich lohnen sich die Anstrengungen der 100 Familien nur, wenn möglichst viele Menschen auf dieser Erde ihr Leben umstellen und ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern. Der Film begleitet zwei Haushalte bei der Herausforderung, klimaneutral zu leben: einen Single-Haushalt und eine vierköpfige Familie. 

Bringt das wirklich etwas für den Klimaschutz? Oder ist der Beitrag jedes Einzelnen nur ein Alibi für Regierungen, weltweit eben nicht konsequent Klimaschutz zu betreiben?

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert ist überzeugt: Deutschland könnte wesentlich mehr tun. Kohlestrom zum Beispiel sei komplett verzichtbar. Fossile Energieträger sind in ihren Augen nicht nur umweltschädlich, sie sind letztlich auch zu kostspielig. Die Energieökonomin versucht, Entscheidungsträger weltweit von ihren Forschungsergebnissen zu überzeugen. 

"planet e." begleitet Claudia Kemfert nach Kanada. Trotz grünem Image bleibt das Land einer der größten Öl- und Gasproduzenten der Erde. Claudia Kemfert ist überzeugt: Das Weltklima hat nur eine Chance, wenn die Politik endlich mitzieht und sich gleichzeitig das Bewusstsein der Menschen ändert. Für effektiven Klimaschutz braucht es nicht 100 Familien, sondern Hunderte Millionen Menschen.

Sendezeit

Die Umweltdokumentation planet e. ist am Sonntag, 07. Oktober 2018 zu sehen.