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Der wahre Preis der Elektroautos teaserElektromobilität gilt als Heilsbringer: umweltfreundlich, sauber, nachhaltig. Doch die notwendigen Rohstoffe für die Akkus sind knapp und stammen oft aus problematischen Quellen.

Besonders die Förderung der Rohstoffe Lithium und Kobalt ist problematisch. In Südamerika werden immer mehr Fabriken in ökologisch sensiblen Regionen hochgezogen. Sie verursachen schwere Umweltschäden. In der politisch instabilen Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) werden etwa zwei Drittel der Weltproduktion an Kobalt gewonnen.

"planet e." reist nach Chile und in die DR Kongo um zu zeigen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen die Rohstoffe für die Elektroauto-Revolution gewonnen werden.

Lithiumabbau in der Atacama-Wüste
Lithiumabbau in der Atacama-Wüste
Quelle: ZDF/Daniel Meinl

In Chile wird das Lithium aus Salzseen, den sogenannten Salares, gewonnen. Die Lagunen sind Heimat für die Andenflamingos, die es nur hier gibt. Mit dem großflächigen Abbau des Lithiums gehen ihre Lebensräume verloren; die Flamingos sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Zudem verbraucht der Abbau des Leichtmetalls extrem viel Wasser. Sinkende Grundwasserspiegel machen die Landwirtschaft der indigenen Gemeinschaften an den Ufern der Salzseen unmöglich.

In der DR Kongo wird Kobalt vor allem in großen Minen von internationalen Rohstoffkonzernen abgebaut. Rund ein Fünftel des Abbaus wird jedoch in illegalen, selbst gebauten Minen abgebaut. In diesen Kleinminen, dem sogenannten "artisanalen Bergbau", sind die Bedingungen oft kritisch: Viele davon sind schmale Schächte, die ohne Sicherung bis zu 45 Meter tief in die Erde gegraben werden. Kinderarbeit ist in vielen Minen alltäglich. 

Was aber könnten Alternativen bei der Rohstoffbeschaffung und bei der Produktion von Auto-Akkus sein? Diesen Fragen geht "planet e." am Ulmer Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung und beim Lithiumabbau im Erzgebirge nach.

Sendezeit

Die Umweltdokumentation planet e. ist am Sonntag, 09.09.2018 zu sehen.