ENERGIEQUELLE METHAN

Hoffnung oder Alptraum?

Mittwoch, 14. Januar um 8:55 Uhr (79 Min.)

Erstausstrahlung am Freitag, 05.12. um 21:45 Uhr

Dokumentarfilm über die großen ökologischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts: Weltweit erforschen Wissenschaftler die Freisetzung des Treibhausgases Methan und seine Auswirkungen auf unser Klima. Auch die mögliche Extraktion von Methanhydraten aus dem Meeresboden wird untersucht: Sie sollen als Energiequelle dienen, ihre Förderung bringt allerdings Gefahren mit sich.

Ob im Nordpolarmeer, in den Tiefen des Japanischen Meeres, in den sibirischen Permafrostböden oder in Forschungslaboren – Methan gehört derzeit zu den bedeutendsten Forschungsgegenständen.

Angesichts des Klimawandels und der Energiekrise erhitzt das Treibhausgas die Gemüter: Einerseits weckt es Ängste, weil es zur weiteren Klimaerwärmung beiträgt. Andererseits existiert es in rauen Mengen und stellt somit ein gewaltiges Energiepotenzial dar, das derzeit kaum genutzt wird. Methanhydrate stellen ungefähr die doppelte Energiemenge von Erdöl, Erdgas und Kohle in Summe dar.

Weltweit gesehen steht Japan bei der Erforschung von Methan an erster Stelle: Der rohstoffarme Inselstaat setzt auf die Energiequelle Methan und hat viel in wissenschaftliche und technologische Vorarbeit investiert. Internationale Arbeitsgruppen setzen sich in Japan dafür ein, Methanhydrate zu nutzen. Bei der Bergung versuchen sie möglichst umweltschonend vorzugehen. Im März 2013 hat auf dem Breitengrad von Tokio ein erster Test unter realen Bedingungen stattgefunden. Anscheinend verlief er erfolgreich. Doch die Entwicklungskosten waren explodiert - Methanhydrat ist sehr kompliziert zu bergen. Andere Methane können einfacher erreicht und genutzt werden.

„Energiequelle Methan – Hoffnung oder Alptraum?“ ist eine umfassende Recherche über ein Gas, das aus der Uratmosphäre der Erde stammt und nun in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist.

Quelle: ARTE TV