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Seit Juni erst läuft die TDI-Anlage von BASF in Ludwigshafen im Regelbetrieb. Nun wird die Produktion in der rund eine Milliarde teuren Anlage gestoppt. Der Rhein ist der Grund. Konzernchef Brudermüller stellt Forderungen.

TDI Anlage von BASF in LudwigshafenTDI-Anlage von BASF in Ludwigshafen (Foto: picture alliance / Hans-Juergen )

Wegen der Wasserknappheit im Rhein hat der Chemieriese BASF die Produktion des Kunststoffprodukts Toluoldiisocyanat (TDI) in Ludwigshafen gestoppt. "Das Wiederanfahren der Anlage hängt von der weiteren Entwicklung des Rheinpegels ab", teilte das Dax-Unternehmen mit. Der Tiefstand des Flusses führe zu Einschränkungen beim Transport per Schiff. TDI ist ein Vorprodukt zur Kunststoffproduktion.

Obwohl BASF alle Alternativen nutze - Pipeline, Lastwagen und Zug -, könnten nicht alle Rohstoffe nach Ludwigshafen transportiert werden. BASF transportiert am Stammwerk 40 Prozent der Güter per Schiff.

BASF-Chef fordert Schleusen-Bau

Die eine Milliarde Euro teure TDI-Anlage läuft erst seit Juli 2018 im Regelbetrieb. Der Bau des bisher größten Einzelprojekts in der 153-jährigen BASF-Geschichte hatte sich erheblich verzögert und wurde deutlich teurer als geplant.

Als Konsequenz aus dem Niedrigwasser fordert BASF-Chef Martin Brudermüller eine Diskussion über Gegenmaßnahmen. "Wenn weniger Wasser reinfließt, darf eben auch nur weniger rausfließen. Dafür wären dann Schleusen und Stauwerke erforderlich", sagte er dem "Tagesspiegel". "Über solche Infrastrukturinvestitionen müssen wir diskutieren", sagte der seit Mai amtierende Chef. In der BASF-Geschichte habe das Unternehmen nie einen solchen Sommer erlebt.

Quelle: n-tv.de , bad/dpa