Umwelt / Klimawandel

Kommende Veranstaltungen

Der ausbleibende Regen verschärft die Trockenheit tief im Erdboden weiter. Die Wasserstände des Rheins bleiben sehr niedrig und Besserung ist nicht in Sicht. Der November wird am Ende der zehnte trockene Monat in Folge sein.

Auch wenn man es wegen feuchter Wiesen und Felder kaum glauben mag: Die Dürre wird immer schlimmer und sie sitzt tief. Jetzt im Spätherbst sind die oberen Erdschichten naturgemäß feucht, da das Wasser schlichtweg nicht mehr verdunsten kann. Im tieferen Erdreich sieht es hingegen düster aus: Fast im gesamten Land herrscht bis in 1,8 Meter Tiefe im Vergleich zu den sonst zu dieser Zeit üblichen Feuchtewerten eine außergewöhnliche Dürre. Die Abweichungen sind dabei noch deutlich größer und flächendeckender als im Sommer.

Gerade in der Pflanzenwelt werden wir die Auswirkungen erst im kommenden Jahr spüren, wenn viele Büsche und Bäume nicht wieder grün werden. Auf den Flüssen merkt man dagegen die Auswirkungen bereits jetzt. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers auf dem Rhein ist die Versorgung der Tankstellen mit Diesel und Benzin ins Stocken geraten. Die Tankschiffe können nur halb so viel Kraftstoff laden wie üblich. Immer wieder müssen deshalb einzelne Tankstellen den Verkauf vorübergehend einstellen.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat daher das Sonntagsfahrverbot für Treibstoff- und Heizöl-Transporte bis Mai 2019 ausgesetzt. An den niedrigen Wasserständen des Rheins wird sich so schnell nichts ändern. Bis Monatsende sind kaum Regenfälle in Sicht, die den Rhein nachhaltig steigen lassen könnten. Auch der November wird somit als äußerst trockener Monat zu Ende gehen. Im Landesmittel dürfte es am Ende nur für rund 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter reichen. Dies sind 30 Prozent der durchschnittlichen Menge.

Damit wird der November im Vergleich zum langjährigen Mittel der zehnte zum Teil deutlich zu trockene Monat in Folge sein. Bisher sind im Jahr 2018 im Landesschnitt rund 480 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel gekommen. Im trockensten Jahr 1959 waren es am Ende rund 550 Liter, gefolgt von 1911 mit 560 Liter. Sollte der Dezember also nicht überdurchschnittlich nass ausfallen, wird das Jahr 2018 am Ende sogar als trockenstes seit Messbeginn in die Geschichtsbücher eingehen.

Die Wasserstände am Rhein verharren weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Bild: wetterstation-vallendar.de

Sollte es über den Winter hinweg nicht flächendeckend hunderte Liter Regen pro Quadratmeter geben, steht uns im nächsten Jahr bei einem Fortbestand der Witterung eine noch extremere Dürre ins Haus. Bild: dpa