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Der Sonnenkönig von Marokko

Wenn Jaouad Ait Rebah in den Bergen des Hohen Atlas unterwegs ist, dann verändert er das Leben vieler Menschen – er bringt Licht in ihr Dunkel.

Der marokkanische Kleinunternehmer fährt über die malerischen Dörfer und installiert Sonnenpanele. Für die Bergbewohner ein Unterschied wie Tag und Nacht. Denn malerisch wirken die Dörfer nur auf Besucher. Wer hier lebt, ist bettelarm. Die jungen Leute sind längst auf der Suche nach Arbeit weggezogen. Doch mit den Sonnenkollektoren kommen moderne Zeiten ins mittelalterliche Dorf. 

Neun Milliarden hat der König in die Anlage investiert

Jaouad Ait Rebah steht mit seiner Arbeit stellvertretend für die erstaunliche Energiewende, die das Königreich Marokko schon seit Jahren vollzieht. Im Bereich der Sonnenenergie ist das Land zumindest in Afrika führend, das kann man in der Heimatstadt von Jaouad, in Ouarzazate bestaunen. Hier steht eine der größten Solaranlagen der Welt, mit knapp einer Million Parabolspiegeln. Neun Milliarden Dollar lässt seine Hoheit, König Mohamed der Sechste, in das Werk investieren, das zwei Millionen Menschen mit Strom versorgt. Bis 2040 soll Marokkos Strom fast zur Hälfte aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.

Das Filmteam begleitet den Handwerker Jaouad bei seiner oft mühsamen Arbeit, bestaunt die großen Anlagen und fragt nach, inwieweit die ehrgeizigen Projekte von Mohamed dem Sechsten tatsächlich auch die einfachen Leute erreichen. Marokko, das ist ein Land von kleinen und großen Sonnenkönigen.

Ein Film von Stefan Schaaf

Sendezeit

Weltspiegel-Reportage: Der Sonnenkönig von Marokko | Video verfügbar bis 24.11.2019 | Bild: SWR